NABU - Regionalgruppe Muldentalkreis

 

Liebe Naturfreunde und solche, die es werden wollen!

Wir begrüßen Euch auf unserer Webseite und hoffen, dass wir Euch inspirieren können, auch etwas zum Naturschutz insbesondere hier in der Region des Muldentals rund um die Gemeinden Naunhof, Trebsen und Parthenstein beitragen zu wollen.

Die Geschichte der Regionalgruppe Muldentalkreis reicht bis in die 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück.  mehr  oder

Flyer herunterladen

Verein zum Schutz und Erhaltung der Natur und der Muldenlandschaft e.V.


NSG "Haselberg - Straßenteich"

Ein Naturschutzgebiet in Gefahr!?

Haselberg / Foto: RG Muldentalkreis
Haselberg / Foto: RG Muldentalkreis

Vor ca. 300 Mio. Jahren entstanden durch die Ausbrüche eine Supervulkans riesige Ablagerungen von Lava- und Vulkanascheschichten. Eiszeiten und Verwitterung prägten danach der Landschaft ihren Stempel auf. Die Bergkuppen wie bspw. der Frauenberg, der Klengelsberg und auch der Haselberg in der sonst eher flachen Landschaft im Muldental sind Zeugen dieser vergangenen Vulkantätigkeit. Sie bestehen meist aus Quarzporphyrgesteinen. Schon im 19 Jhd. wurde der Wert des Gesteins erkannt und abgebaut. Insbesondere ab den 1930-er Jahren wurde im großen Stil das Gestein aus dem Haselberg entnommen. So entstanden u.a. der kleinere Westbruch (siehe Bild) und der große Ostbruch, wo heute auch das Tauchsportzentrum des Landestauchsportverbandes Sachsen e.V. ansässig ist. 1963 wurde der Steinbruchbetrieb eingestellt und es konnte sich eine für Steinbrüche typische Fauna und Flora entwickeln. Erwähnenswert ist Ansiedlung des bestandsgefährdeten Rotmilan. In der Brutzeit sollten Störungen im Umkreis von 300m um das Nest vermieden werden. 

Nach dem Ende der DDR 1990 begann der Run auf die alten Steinbrüche insbesondere hier im westsächsischen Hügelland. Auch für den Haselberg gab es entsprechende Pläne. Dank des Engagement der Ammelshainer Bürger und Vereine konnte jedoch verhindert werden, dass der Steinbruchbetrieb im Haselberg wieder aufgenommen und ein einzigartiges Biotop zerstört wurde.

Sicherung des NSG "Haselberg - Straßenteich" 

Am 29.01.1993 wurde durch das Regierungspräsidium Leipzig die Sicherung des Haselberges als Naturschutzgebiet (NSG) veranlasst. Allerdings ist die Abbaugenehmigung damit nicht erloschen, weil diese noch nach altem DDR-Bergbaurecht erteilt wurde.  Das bedeutet, dass theoretisch wieder abgebaut werden kann, wenn bspw. der Status als NSG aberkannt wird.

Seit etwa 3 Jahren nimmt die Zahl der Besucher des Haselberges durch Wochenendausflügler oder Wanderfreunde zu. Obwohl es hier im NSG keine ausgewiesenen Wege und für viele Flächen Zutrittsverbote gibt, wird der Haselberg fälschlicherweise als Campingplatz, Tobeplatz für Hunde oder als Mountainbike-Strecke etc. angesehen. Das birgt natürlich die Gefahr, dass geschützte Tierarten in ihrem natürlichen Umfeld gestört und schlimmstenfalls vertrieben werden. Das hätte fatale Auswirkungen auf den Fortbestand des Schutzstatus des NSG. 

Unbedingt beachten!

Daher an dieser Stelle der dringende Appell an die Besucher am Haselberg die Verhaltensregeln, die in einem NSG gelten, zu beachten und vor allem in der Brutzeit von März bis Juli möglichst das Betreten generell zu vermeiden. 

Ergänzend hierzu ein Artikel aus den Naunhof Nachrichten vom August 2020, den man unbedingt beachten sollte!



Traditionelle  Aktion: „Stunde der Gartenvögel“ vom 13. bis 16. Mai 2021

Foto: RG Muldentalkreis
Foto: RG Muldentalkreis

Der Naturschutzbund Deutschland ruft auch in diesem Jahr zur Zählung der einheimischen Vögel auf!

 

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“. Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturliebhaber*innen aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden.

Wie das Ganze funktioniert, wo man seine Beobachtungen hinterlegen kann erfahrt Ihr auf der Website des NABU.

 

Flyer und Meldebogen!

 Zählhilfe


Ernüchternde Bilanz für die Amphibien-Saison 2021

Foto:  RG Muldentalkreis
Foto: RG Muldentalkreis

Wie in den vergangenen Jahren haben wir unseren Amphibienschutzzaun pünktlich zum Beginn der Wanderung der Kröten, Frösche und anderer Amphibienarten aufgebaut. Bis Ende April hatten wir zweimal täglich die Fangeimer kontrolliert, die Amphibienarten bestimmt, gezählt und auf die jeweils andere Straßenseite gebracht, damit sie ihren Weg zum Grillensee und Moritzsee oder zu den Laichgebieten im Forst am Grillensee gefahrlos fortsetzen können. Leider hat sich der Abwärtstrend der letzten Jahre weiter fortgesetzt. Insgesamt kamen in dieser Saison gerade mal insgesamt 12 gefundene Erdkröten zusammen. Offensichtlich haben die letzten drei  trockenen Jahre ihre Spuren hinterlassen.

Hoffnung gibt es vielleicht für das nächste Jahr, da sich das Wetter in diesem Jahr bisher von seiner feuchteren Seite zeigt. 



Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

   

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier im ehemaligen Muldentalkreis aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei einer unserer Aktivitäten vorbei oder melden Sie sich bei uns.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt oder über unser Kontaktformular.